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Fest- und Ehrenabend des Wasserburger Sports am 6. November 2009
Video vom Fest- und Ehrenabend 2009 - www.rsk1.de
Beim Fest- und Ehrenabend des Wasserburger Sports im Rathaussaal wurde einmal mehr deutlich, welche Stellung der Turn- und Sportverein von 1880 im städtischen Leben einnimmt. 80 Jahre Vereinsmitgliedschaft, 60 Jahre und 50: Die Sportbegeisterten mit "lediglich" 40 Jahren Treue zum TSV 1880 kamen sich heuer direkt jung vor, und die mit 25 Jahren wie gerade "eingeschult".
Insofern war es auch nicht verwunderlich, dass Vorsitzender Helmut Pscherer in seinen Begrüßungsworten auf die Vorbildwirkung der Sportler abzielte. Idealisten seien es, die sich in den Amateursportvereinen und eben gerade auch beim TSV einbrächten. Sportler mit "Leistung aus Lust und Liebe", Vereinsmacher und pädagogische Naturtalente, die Jugendliche von der "Konkurrenz" PC und "Uncoolness" loslösen und für sportliche Erfolge begeistern könnten.
Eine Genugtuung war es der Vorstandschaft um Helmut Pscherer, Alfred Schuhbeck und Anton Kösters dann auch, die große Zahl an Jubilaren (siehe Kasten) für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit auszeichnen zu können. Thilde Rothhaas, die bereits seit 1929 dem Verein angehört, konnte aufgrund ihrer gesundheitlichen Verfassung nicht anwesend sein. Karl Zellner hingegen, stadtbekannter Lehrer und jahrzehntelanger Übungsleiter im Breitensport, nahm seine Gratulation für 60 Jahre Vereinstreue mit sportlicher Frische entgegen. Geehrt wurden auch langjährige Mitarbeiter im TSV. Susanne Brichta, Sylvia Kurzbuch und Martin Stigloher erhielten jeweils die Vereinsnadel in Gold und Silber.
Mit "Bedauern" verabschiedet werden musste, wie es Pscherer bezeichnete, Wolfgang Stocker mit seiner Abteilung "Versehrtensport". Ein Weiterbetrieb war aus Altersgründen der Teilnehmer nicht mehr möglich.
Als Vertreter der Stadt, die den Ehrenabend alljährlich zusammen mit dem TSV ausrichtet, wertete Bürgermeister Michael Kölbl die Veranstaltung als Dank an alle Sportler, Trainer und Eltern. Der TSV leiste wichtige ehrenamtliche Arbeit für die Stadt und das Umland. Mit Anerkennung hob Kölbl die Verdienste der Fußballabteilung heraus. Vom Landessportverband wurde bei den städtischen Kickern ein Stützpunkt für die Integration von ausländischen Mitbürgern im Sport eingerichtet. In der hiesigen Abteilung spielen 25 Nationen.
Von der Stadtverwaltung mit Gold-, Silber- und Bronzemedaillen geehrt wurden in der Folge Sportler aus den Bereichen Tennis, Basketball, Taekwon-do und Leichtathletik. Dabei glänzte insbesondere der 13-jährige Jakob Schnaitter als Europameister im Tennis in seiner Klasse.
Seit 1990 wird der Sportehrenpreis der Stadt für herausragende Verdienste im Sport verliehen. Die 20. Auszeichnung ging heuer an Harry Hartinger. Als "speziellen Individualisten" und "Mister Fußball in Wasserburg" bezeichnete Kölbl den Geehrten, der seit seinem fünften Lebensjahr dem städtischen Fußball verschrieben sei. Aktiver, Bericht-erstatter, Stadionsprecher und nicht zuletzt Funktionär: Die Liste der Qualitäten und Ämter von Hartiner war lang. Hannes Hain, der eine bewegt-emotionale Laudatio hielt, wusste noch viel Aktuelles sowie die ein oder andere Anekdote über die "graue Eminenz" zu berichten.
Kurzweilig gestalteten das Quintett "Kreuz&Quer" den Abend mit beschwing-sportlichen Tönen sowie eine eindrucksvolle Demonstration der Taekwondo-Abteilung.
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